Ladys aufgepasst! Pille, PMS & Vitamine: Das solltet ihr wissen!

Die Einnahme von Medikamenten, und die Pille als Hormonpräparat gehört dazu, können Einfluss nehmen auf den Nährstoffhaushalt. Warum? Sie benutzen die gleichen Transport- und Stoffwechselwege. Ganz spannend finde ich hierbei das Thema “Pille”, also die orale Einnahme von Kontrazeptiva. Dass man nicht rauchen sollte bei Einnahme, wegen des Thromboserisikos, ist ja allgemein bekannt. Und ein leicht ungutes Gefühl ständig etwas einzunehmen, was auf den Hormonhaushalt wirkt, ist bei vielen auch vorhanden. Aber inwieweit Vitamine und Mineralstoffe hier eine Rolle spielen ist vermutlich eher weniger geläufig. Daher gibt es jetzt eine kleine Info darüber welchen Bedarf an Nährstoffen die Pille erhöht und was das eigentlich mit uns machen kann.

 

Auf diese Nährstoffe nimmt die Pille Einfluss

Laut Uwe Gröber, einer der führenden Nährstoffexperten Deutschlands, kann die langfristige Einnahme östrogenhaltiger, oraler Kontrazeptiva negative Effekte in Sachen Nährstoffstatus mit sich ziehen. So können folgende Vitamine und Mineralstoffe mit der Pille interagieren.
  • Folsäure
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin B12
  • Vitamin C
  • Magnesium
  • Zink
  • Selen

 

Schlechte Laune, Reizbarkeit und Kopfschmerzen: Nährstoffmangel und der Serotoninhaushalt

PMS kennt vermutlich jede von uns in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Hierzu zählen Stimmungsschwankungen, Depressive Verstimmungen, Rückenschmerzen, Unterleibsschmerzen, Migräne usw. Die genauen Ursachen hierfür sind nicht genau bekannt, da das Beschwerdebild sehr weitreichend ist und somit auch die Ursachen. Hormonelle Gründe werden meist an erster Stelle genannt.
Ganz spannend fand ich daher den Gedanken, inwieweit die Mikronährstoffe hier eine Rolle spielen könnten. Da der Bedarf an den oben genannten Nährstoffe bei langfristiger Pilleneinnahme steigen kann, macht es doch absolut Sinn sich anzuschauen, was die Folge einer Unterversorgung sein kann.
Ein Mangel an den oben genannten Nährstoffen kann sich nämlich negativ auf den Serotoninstoffwechsel auswirken. Und Serotonin als Hormon hat eine Vielzahl an Funktionen, u.a. nimmt es eben einen großen Einfluss auf unser Nervensystem und unsere Stimmungslage. So zählen Reizbarkeit, Depressive Verstimmungen, Nervosität, geringe Stressresistenz, Kopfschmerzen zu dem sogenannten Serotonin-Mangel-Syndrom. So kann es also absolut sinnvoll und hilfreich sein durch den gezielten Einsatz von Vitaminen und Mineralstoffen den Serotoninspiegel anzuheben. Hier spielt besonders das Vitamin B6 eine Rolle.
Aber nicht nur das, eine Unterversorgung von Folsäure und Vitamin B12 kann den Homocysteinspiegel und das CRP (ein Entzündungsparameter) erhöhen. Damit geht ein erhöhtes Risiko für Gefäßschäden und Thrombose einher. Verstärkt wird dieser Effekt durch einen Magnesiummangel, der durch zahlreiche Studien bei Pilleneinname belegt ist.

“Stell dich nicht so an, leg doch mal ne Wärmflasche drauf”

Wer regelmäßig und monatlich unter solchen Symptomen zu leiden hat, ist ganz schön gebeutelt und man sollte den Einfluss auf die Lebensqualität hierbei nicht unterschätzen. Ich finde es schade, dass in Frauenarztpraxen scheinbar so wenig aufgeklärt wird. Wieso wird nicht standartmäßig Folsäure und ein Vitamin-B Komplex zur Pille verabreicht? Stattdessen gibt es Buscupan und Paracetamol (was wieder Konsequenzen für den Nährstoffhaushalt mit sich ziehen kann).
Wer auf eigene Faust agieren will, sollte sich dennoch beraten lassen. Es gibt im Bereich der Nahrungsergänzung zahlreiche Produkte auf dem Markt und der Nutzen ist stark von den genauen Inhaltsstoffen und der Dosierung abhängig.
Daher: Bei Interesse an dem Thema nicht wahrlos bei Amazon bestellen, sondern in meine Praxis kommen und sich beraten lassen,was, wovon und wie viel. Das ist nämlich ganz wichtig dabei 🙂
Und mal am Rande: Die Wärmflasche gehört bei Schmerzen hinten in den Rücken gelegt. Wirkt Wunder! Warum? Die Schmerzen resultieren häufig aus einer Verspannung der Gebärmutterbänder. Die sind am besten zu entspannten mit der Wärmflasche im Rücken 🙂
Teile den Artikel