Ich bin echt sauer! Mit basischer Ernährung den Körper entlasten

man-742766_1920In der Naturheilkunde ist der Begriff “Übersäuerung” nichts Neues. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint und wie kann ich dem entgegenwirken?

Der pH-Wert ist ein sehr entscheidender Faktor, damit es in unserem Körper rund läuft. Er gibt an, wie basisch oder wie sauer wir sind. Die Mess-Skala des pH-Wertes reicht von 1 bis 14, wobei alle Werte unter 7 sauer und alle Werte über 7 basisch sind, 7 gilt als neutral. Nun bedeutet eine Übersäuerung nicht unbedingt, dass der Körper in seiner Gesamtheit sauer ist und überall pH-Werte von unter 7 aufweist

Je nach Gewebe ist es wichtig einen sauren oder auch basischen pH-Wert zu haben. Besonders unser Blut lässt hierbei keinen großen Spielraum. Unser Körper setzt alles in Bewegung, um das Blut bei einem basischen pH-Wert von ca. 7,4 zu halten. Denn schon eine geringe Änderung des Blut-pH-Wertes von unter 7,35 kann lebensgefährlich werden. Wenn also jemand zu euch sagt, dass ihr übersäuert seit, dann ist nicht euer Blut gemeint, denn eine chronische Übersäuerung im Rahmen einer ungünsigen Lebensweise führt hier nicht zu einer Verschiebung des Milleus. Allerdings sind Gewebe wie bspw. Bindegewebe, Magen, Dünn- und Dickdarm gerne betroffen.

Anzeichen einer chronischen Übersäuerung

Die chronische Übersäuerung in diesen Arealen macht nicht akut krank, gilt auch nicht als primäre Erkrankung, aber es wird angenommen, dass die Entstehung einiger chronisch degenerativer Erkrankungen mit einer anhaltenden Übersäuerung in Verbindung steht. Weiterhin können eine Reihe von unspezifischen Beschwerden auftreten, die nicht als einheitliches Krankheitsbild wahrgenommen werden. Mögliche Anzeichen sind:

  • Muskelschmerzen und -krämpfe
  • allgemeines Unwohlsein
  • anhaltende Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Kopfschmerzen oder Sodbrennen
  • brüchige Nägel, vermehrte Schuppenbildung, Haarausfall, Mundgeruch, unreine Haut und Cellulitis

Der Lebensstil kann sauer machen

Hauptursache für eine chronische Übersäuerung ist ein hoher Verzehr von säurebildenden Nahrungsmitteln und Getränken sowie eine verminderte Säureausscheidungskapazität. Im Rahmen einer durchschnittlichen Ernährung wird der Organismus täglich mit einem Säureüberschuss von 50–100 mmol belastet. Aber auch Stress, Einnahme von Medikamenten wie z.B. Aspirin, Nikotin und Alkohol spielen eine wichtige Rolle. Schließlich können auch chronische Erkrankungen der Lunge, Niere und der Verdauungsorgane die natürliche Ausscheidung überschüssiger Säuren behindern.

Mit basischer Ernährung den Körper entlasten

Lebensmittel können säurebildend oder basenbildend sein. Bei einer latenten Übersäuerung gilt es demnach das Augenmerk auf die Basenbildner zu legen. Physiologisch wird für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt eine tägliche Zufuhr von etwa 70% Basenbildnern und 30% Säurebildnern empfohlen. Bei der heutigen Ernährung entsteht jedoch oft ein Überschuss an Säuren.

Potente Säurebildner sind alle eiweißhaltigen Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fleischwaren, Fisch, Eier, Käse und Molkereiprodukte. Auch eiweißreiche Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs (z.B. Hülsenfrüchte und Sojaprodukte) sowie Brot- und Teigwaren, alle Getreidesorten und energiedichte, nährstoffarme Produkte mit hohem Anteil an raffiniertem Zucker sind starke Säurebildner. Kaffee, Schwarztee und Alkohol sind ungünstig, ebenso Emulgatoren, Stabilisatoren und Konservierungsmittel. Zu den basenspendenden Nahrungsmitteln gehören Blatt- und Wurzelgemüse, Kartoffeln, Obst, Wildkräuter, Gewürzkräuter, Kräutertees und Wasser ohne Kohlensäure.

Die Empfehlung lautet daher, nehmt weniger säurebildende Nahrungsmittel und dafür mehr neutrale und basenbildende Lebensmittel zu euch. Allerdings sollte man nicht ganz auf säurebildende Nahrung verzichten, da diese auch lebenswichtige Bestandteile, wie z.B. Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße, enthält. Wichtig ist ein Gleichgewicht. Dazu ein Beispiel: 200 g Rindfleisch liefern eine Säuremenge, für deren Ausgleich 400 g Karfiol oder 1,6 kg frische Erbsen notwendig sind.

So wirken die verschiedenen Nahrungsmittel auf unser Gewebe

Auskunft über das säurebildende Potenzial einzelner Lebensmittel liefert der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load). Dieser wird in mEq/100 g angeben und ist ein Maß für die Säurebelastung der Nieren. Ein positiver Wert bedeutet ein hohe, ein negativer Wert eine geringe Säurebelastung.

PRAL-Werte einiger Lebensmitte (mEq/100 g)

Gemüse

  • Blumenkohl: -4,0
  • Brokkoli: -1,2
  • Eisbergsalat: -1,6
  • Fenchel: -7,9
  • Gurken: 0,5
  • Karotten: -4,9
  • Kartoffeln: -4,0
  • Kohlrabi: -5,5

Fette, Öle

  • Butter: 0,6
  • Margarine: -0,5
  • Olivenöl: 0,0
  • Sonnenblumenöl: 0,0

Getränke

  • Bier, hell: 0,9
  • Cola: 0,4
  • Espresso: -2,3
  • Kaffee: -1,4
  • Mineralwasser: -1,8
  • Orangensaft, ungesüß: -2,9
  • Rotwein: -2,4

Obst

  • Ananas: -2,7
  • Äpfel: -2,2
  • Aprikosen: -4,8
  • Bananen: -5,5
  • Birnen: -2,9
  • Erdbeeren: -2,2
  • Feigen, getrocknet: -18,1
  • Kiwi: -4,1
  • Orangen: -2,7

Brot

  • Grahambrot: 7,2
  • Roggenbrot: 4,1
  • Roggenknäckebrot: 3,3
  • Vollkornbrot: 5,3
  • Weißbrot: 3,7

Milch, Milchprodukte, Eier

  • Buttermilch: 0,5
  • Camembert: 14,6
  • Eigelb: 23,4
  • Eiweiß: 1,1
  • Fruchtjoghurt aus Vollmilch: 1,2

Fleisch, Wurstwaren

  • Frankfurter Würstchen: 7,7
  • Hühnerfleisch: 8,7
  • Kalbfleisch: 9,0
  • Kaninchenfleisch: 19,0
  • Lammfleisch (mager): 7,6
  • Leber (Kalb): 14,2
  • Rindfleisch (mager): 7,8

Fisch, Meeresfrüchte

  • Forelle, gedämpft: 10,8
  • Hering: 7,0
  • Lachs: 9,4

Getreide, Mehl

  • Cornflakes: 6,0
  • Dinkel (Grünkern, Vollkorn): 8,8
  • Gerste (ganzes Korn): 5,0
  • Haferflocken: 10,7
  • Mais (ganzes Korn): 3,8
  • Reis, geschält: 4,6
  • Reis, ungeschält: 12,5
  • Roggenmehl: 4,4

Quelle: König D und Berg A (2011)

Mit Basenpulver den Körper unterstützen

Wer also zur Übersäuerung neigt, würde eine basenreiche Ernährungskur gut tun. Aber wir wissen alle, dass das nicht immer einfach ist. Es kann also hilfreich sein sich etwas Unterstützung im Sinne eines Basenpulvers zu holen. Dem Essen beigemischt kann das Pulver schon ganz gut was ausgleichen. Hier ist es aber wichtig ein gutes Produkt zu wählen, damit ein Effekt auch wirklich stattfindet. Es gibt da nämlich jede Menge wirkungslose Produkte auf dem Markt. Sprecht mich hierzu einfach an 🙂

Dennoch, wer wirklich effektiv gegen die Übersäuerung vorgehen möchte kommt nicht drum herum aktiv zu werden. Nur wer dauerhaft Stress, Umwelt- und Genussgifte reduziert und auf seine Ernährung achtet hat einen nachhaltige Entlastung.

Die effektive Entsäuerungskur in der Naturheilpraxis Hanna Hardt

Wer rausfinden möchte ob eine Übersäuerung vorliegt und Hilfe wünscht darf mich gern ansprechen. Neben Unterstützung in Sachen Ernährung biete ich effektive Entsäuerungskuren per Infusionen an.

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